Warum gibt es im Außentank einen „Abwasserbereich“ und warum ist er nicht bis ganz oben getrennt?
Bei jeder Umkehrosmose entstehen zwei Wasserströme: gefiltertes Wasser und ein konzentrierteres Restwasser (Abwasser). Dieses Restwasser enthält die Stoffe, die beim Filtern aus dem Rohwasser zurückgehalten werden. Damit diese Stoffe nicht dauerhaft im System bzw. den Kartuschen selbst verbleiben, müssen sie mithilfe des Abwassers ausgespült und zurück in den Außentank geleitet werden.
Bei unserer Anlage wird ein Teil des Restwassers bewusst wieder genutzt, um die Wasserverschwendung deutlich zu reduzieren. Deshalb ist die Trennwand im Außentank nicht bis zur Oberkante geführt. So kann die Anlage mit einem höheren Wirkungsgrad arbeiten, indem Teile des Restwassers erneut gefiltert werden und erreicht ein Rein-zu-Abwasser-Verhältnis von ca. 2,3:1 (ca. 3,5 L gefiltertes Wasser bei ca. 1,5 L Abwasser). Viele andere Geräte liegen eher bei etwa 1:1.
Was passiert technisch im Tank?
Die Anlage behandelt das Wasser im Außentank während der Filterung grundsätzlich als Rohwasser. Während des Prozesses steigt die Konzentration der herausgefilterten Stoffe im verbleibenden Restwasser an, weil
- die Stoffe im Tank „zurückbleiben“ bzw. in den Restwasserbereich gelangen und
- die Wassermenge im Außentank gleichzeitig abnimmt.
Wenn diese Konzentration einen Punkt erreicht, an dem weiteres Filtern ineffizient wäre, wird der verbleibende Rest (typischerweise ca. 1,5 L) als Abwasser verworfen. Dadurch bleiben Leistung und Lebensdauer der Filter stabil.
Vermischt sich das mit dem „guten“ Wasser?
Im Außentank kommt es zu einer absichtlichen Vermischung, weil die Trennwand nicht bis ganz oben reicht. Das ist unkritisch, weil
- dieses Wasser im Außentank nie direkt als Trinkwasser ausgegeben wird, sondern immer erst wieder durch die Filterstufen läuft und
- die Anlage so ausgelegt ist, dass sie auch mit schwankenden Eingangswerten im Tank zuverlässig arbeitet.
Warum ist das kein Problem für die Filter?
Die Filterstufen sind genau für dieses Betriebsprinzip ausgelegt. Ein kontrollierter Umgang mit konzentrierterem Restwasser ist bei Osmoseanlagen normal und wichtig, damit sich die Filter nicht unnötig schnell zusetzen und die Filterleistung konstant bleibt.
Vorteil für dich
Du bekommst ein sauberes Ergebnis bei gleichzeitig deutlich geringerer Wasserverschwendung. Kurz gesagt: weniger Abwasser, stabile Filterleistung, und am Ende wird alles, was zur Ausgabe kommt, ohnehin vollständig gefiltert.